Infos

 

Glossar Gefahrstoffe

Abfall

Material, Produkt, Gegenstand, dessen man sich dauerhaft entledigen möchte.

AltholzV

Verordnung über Anforderungen an die Verwertung und Beseitigung von Altholz

Asbest

Einatembarer Asbeststaub ist krebserzeugend und entsteht bei mechanischer und chemischer Beanspruchung asbesthaltiger Produkte. Hierzu gehören die Bearbeitung, der Verschleiß und die Abwitterung. Als kritische Faserabmessungen werden ein Länge >5 μm, ein Faserdurchmesser <3 μm und ein Verhältnis von Länge zu Durchmesser >3:1 angegeben.

 

Bis in die 90er Jahre fand Asbest aufgrund seiner besonderen Eigenschaften in einer Vielzahl von Produkten seine Verwendung. Er hat eine hohe Festigkeit und ist u.a. witterungsbeständig, isolierend, lauge-, säure- und hitzebeständig.

Die am meisten verwendeten Arten sind weißer Asbest (Chrysotil), blauer Asbest (Krokydolith) und brauner Asbest (Amosit).

Es wird nach fest gebundenen und schwach gebundenen Asbestprodukten unterschieden.

Fest gebunden sind Asbestmaterialien, deren Fasern fest im Trägermaterial verankert sind.

Schwach gebunden sind Asbestmaterialien, in denen die Fasern nicht oder kaum an einem Trägermaterial gebunden sind.

 

Asbestrichtlinie

Regelt die Bewertung und Sanierung von schwach gebundenen Asbestprodukten in Gebäuden

AGW

Arbeitsplatzgrenzwert

Baumängel

 

Erkundung und Beurteilung von konstruktiven, physikalischen und chemischen Baumängeln einschließlich ausführlicher Dokumentation.

Bauschutt

 

Bezeichnung für das entstehende mineralische Material beim Ausbau, Umbau, Abbruch von Gebäuden, Wegen und Straßen

 

BBodSchV

Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung:

Methoden und Maßstäbe für die Ableitung der Prüf- und Maßnahmenwerte

 

BGG

Berufsgenossenschaftliche Grundsätze

BGI

Berufsgenossenschaftliche Information

BGR

Berufsgenossenschaftliche Regeln

BGV

Berufsgenossenschaftliche Vorschriften

Elektronische Nachweisführung (eANV)

Gefährliche Abfälle bedürfen der nachvollziehbaren Dokumentation der Abfuhr, Verwertung und/oder Beseitigung. Alle Formalitäten werden seit 2010 nur noch elektronisch (u.a. mit dem Programm ZEDAL) geführt (keine Papierformulare mehr).

Ergebnisprotokoll

Ergebnisprotokoll einer Laboranalyse ohne Bewertung der Analysenergebnisse (es werden reine Analysenwerte übermittelt)

Ergebnisprotokoll mit Ergebnisbewertung

Ergebnisprotokoll einer Laboranalyse mit Kurzbewertung der Analysenergebnisse

 

Fachbauleitung

Fachliche Betreuung als Bindeglied zwischen Bauleitung und ausführendem Sanierungsfachbetrieb.

Fundstellenverzeichnis

Sämtliche in einem Gebäude vorhandenen Gefahrstoffe werden exemplarisch anhand ihrer Fundstellen erfasst, jedoch ohne Angabe von Masse bzw. Dimension, und in Form eines Kurzgutachtens schriftlich fixiert.

 

Gefahrstoffkataster

Sämtliche in einem Gebäude vorhandenen Gefahrstoffe werden in Masse bzw. Dimension gesamtheitlich erfasst und in Gutachtenform schriftlich fixiert.

 

GefStoffV

Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (Gefahrstoffverordnung)

 

Hausschwamm, Echter

Ein gefährlicher holzzerstörender Pilz in Gebäuden. Es sind sehr umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich, die nur durch Fachfirmen gemäß der DIN 68800 ausgeführt werden dürfen.

Holzschutzmittel (HSM)

In Holzschutzmitteln wurden früher Substanzen bzw. Chemikalien verarbeitet, die heute als krebserregend bzw. erbgutschädigend gelten. Dazu gehören u.a. DDT, Lindan, PAK, PCP etc.

 

Holzzerstörende Schwammpilze und Insekten

Sie schädigen die Holzkonstruktion in Gebäuden. Eine Sanierung erfolgt gemäß der DIN 68800, deren Umfang hängt von der Art der holzzerstörenden Pilze ab.

Innenraumschadstoffe

Geruchs- oder gesundheitsrelevante Stoffe in Innenräumen,

Vorkommen z.B. in Teppichen, Möbeln, Anstrichen

(flüchtige organische Verbindungen (VOC), Aldehyde, etc.)

 

Kanzerogenitätsindex (KI)

Index zur Gefahreneinstufung von Mineralfasern (krebserregendes Potenzial)

 

Gesamtkeimzahl oder Gesamtkoloniezahl

Wird in der Mikrobiologie gebraucht, um die Anzahl der mit bloßem Auge sichtbaren Ansammlungen von Mikroorganismen zu bestimmen, angegeben in Kolonien bildende Einheiten (KBE) pro Fläche oder Volumen.

 

Einheit: KBE/m²; KBE/m³

Künstliche Mineralfasern (KMF)

Künstliche Mineralfasern finden in einer Vielzahl von Dämmstoffen ihre Anwendung.

 

Es wird nach alter und neuer Mineralwolle unterschieden.

Als alte Mineralwolle bezeichnet man Produkte, die vor 1996 bzw. 2000 hergestellt wurden. Einatembarer Faserstaub (WHO-Fasern) dieser Produkte gilt als potenziell krebserregend.

 

Neue Mineralwolleprodukte, die nach 2000 hergestellt wurden und den Freizeichnungskriterien des Anhanges IV Nr. 22 Abs. 2 der GefStoffV entsprechen, gelten nicht als krebserregend.

 

LAGA-Bauschutt

LänderArbeitsGemeinschaft Abfall

Standarduntersuchungsprogramm inkl. Analytik und Deklaration von Bauschutt

 

Leistungsbeschreibung und Leistungsverzeichnis (LV)

Ausführliche Beschreibung von z. B. Bau- und Sanierungsarbeiten, Angebotseinholung und Auswertung, Vergabevorschlag.

Mikrobiologische Analysen

Bakterien-, Schimmelpilz- oder Hausschwammidentifizierung, Keimzahlbestimmung und Gesamtsporenmessung

Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW)

Ölverunreinigungen im Bauschutt und Boden

 

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

Summe von Einzelverbindungen in teerhaltigen Produkten, z. B. Dachpappen, Teerkorkdämmungen etc.

Polychlorierte Biphenyle (PCB)

Summe von chlorierten Einzelverbindungen als Weichmacher in z. B. Fugenmassen, Einsatz als Flammschutzmittel

Pentachlorphenol (PCP)

Bestandteil von Holzschutzmitteln

Schimmelpilze

Oberflächlich wachsende Pilzgeflechte (Hyphen), die meist starke Sporenbildung (Vermehrungsform) aufzeigen und gesundheitlich relevant sind. Sie schädigen nicht die Bausubstanz.

Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS)

Regelwerk zum Umgang mit Gefahrstoffen

Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA)

Regelwerk zum Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen

VOC

Engl. Abk.: Volatile Organic Compounds,
Deutsche Übersetzung: flüchtige organische Substanzen.

Eine wichtige und umfangreiche Substanzgruppe zur Bewertung der Innenraumluft.

WHO Fasern

Als WHO-Fasern organischen oder anorganischen Ursprungs werden jene Fasern bezeichnet, welche länger als 3µm, bzw. ein Längen-Durchmesserverhältnis von >3:1 aufweisen.

Solche Fasern werden als lungengängig bezeichnet.

 

ZEDAL

Programm für die elektronische Nachweisführung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen.